04. Septembre 2012, par Anne

Es herbstet

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Die Hiesägän (Einheimischen) sagen es schon seit Wochen, aber ich wollte es nicht wahrhaben – der Herbst hält Einzug ins Tal und auf der Rotmatt merkt man das inzwischen sehr deutlich. Die Tage sind kürzer geworden, das Melken beginnt und

Erster Schnee am 1. September

endet im Dunkeln. Der Sonnenaufgang hat sich immer weiter Richtung Wasserberg verschoben und die Sonne findet immer später ihren Weg zu Hütte, Stall und Wiesen. Die Bäume verfärben sich langsam gelb, die Luft ist klar und kühl, die Vegetation verlangsamt ihr Wachstum. Die Natur neigt sich ihrer wohlverdienten Winterruhe entgegen und probierte vor kurzem schon einmal ihr weißes Kleid an. Die Heubrigkette gegenüber war einige Tage weiß verschneit. Wir blieben, Gott sei Dank , verschont vom ersten Schnee. Es reicht, dass es herbstet!

 

Aber noch ist Alpsommer und wir begeben uns nicht in die Winterruhe und hoffen auf weitere drei Wochen Alp- und Käsezeit. Noch gibt es genügend Gras für die Kühe, nur leider wächst es durch das aktuell kühle Regenwetter nicht grade schnell. Doch die Kühe marschieren frohen Mutes jeden Morgen auf die

Morgenreihe auf die Weide

Weide und kommen am Abend voll zum Stall zurück. Auch das Kessi ist gut gefüllt, was mich einerseits freut, andererseits aber langsam in Bedrängnis im Keller bringt. Aber noch haben einige Tagesproduktionen Platz. Also eine Weile werden und wollen wir noch oben bleiben und die ein oder andere Alpgeschichte wird es auch noch geben.

 

Denn ich habe Ihnen ja noch gar nichts vom Käsemachen erzählt und will das in den nächsten Alpgeschichten endlich nachholen. Nach dem Motto « Von der Kuh zum Käse » erzähle ich Ihnen, wie hier im Tal und natürlich bei uns auf der Rotmatt Muotitaler Alpkäse entsteht.

 

Ich wünsche Ihnen noch eine gute Woche.

 

Herzliche grüsst Sie

 

Anne Weber

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