04. Octobre 2012, par Franz

Alpabfahrt

Grüezi mitänand!

Nun sind wir also wieder zu Hause und es ist höchste Zeit Euch zu berichten. Am Mittwoch der letzten Woche trieben wir auch die Mutterkühe mit ihren Kälbern ins Kies. Sie sollten anderntags in ihre Heimbetriebe transportiert werden, ebenso einige Rinder und Kühe. Auch mit den Mastkälbern machten wir uns am Donnerstag auf den steilen Weg ins Kies. Unten wartete bereits Franz Freuler sen. mit Traktor und Viehwagen auf sie. Das Aufladen verlief problemlos und auch This kletterte schnell auf den Kindersitz im Traktor und erklärte wie gerne er Traktor fahre mit dem Grossvater.

Wieder oben, „verpackten“ wir die Hühner und brachten sie zur Bahn. Dort kam wie auf Kommando unser Kater Mickey spaziert und durfte gleich mit. Auch die Buben reisten schon ins Tal und blieben bis am Samstag bei den Grosseltern.

Die Tschäppel sind fertig

 

Jetzt war also alles leer in Mettmen… ein seltsames Gefühl. Zum Glück geht es bald nach Hause.

Am Freitag wurden der grösste Teil der Rinder nach Hause gebracht, Mannesach. Und die Blumen für unsere Kühe mussten gebunden werden, Frauesach. Aber wir bekamen Verstärkung von fleissigen Helfern, zur grossen Überraschung tauchte auch Barbara in Mettmen auf, sie bekam kurzfristig frei.  Bis zum Abend waren dann alle Vorbereitungen getroffen, alle Arbeit erledigt und wir haben am letzten Abend alle zusammen ein Raclette genossen. Das gemütliche Zusammensein war der schöne Abschluss eines guten Alpsommers und die Vorfreude auf die Alpabfahrt.

 

Äs Chränzli für d`Mirta

Am Samstagmorgen wurde den Kühen die Weidschellen abgenommen und grosse Schellen umgeschnallt. Die stärksten unter ihnen, die Chefinnen, erhielten eine sogenannte Vorschelle und einen Tschäppel, wie unser Blumenschmuck genannt wird. Unsere Mirta, eine Original Braune, sollte dieses Jahr altershalber nicht mehr zu diesen gehören, es wäre etwas gar streng für sie. Ein wenig beleidigt schaut sie zur Vorschellen Gruppe hinüber und scheint sich dann richtig über das kleine Kränzli zu freuen, welches sie umgebunden bekommt. Auch die andern Kühe lassen sich die Tschäppel ruhig anbinden, sogar unsere scheue Polly hält still, wer hätte das gedacht. Nur Fiona behagen die Blumen gar nicht und probiert sie abzustreifen. Naja, das heisst, wieder ausziehen, dann bekommt ihn halt die Oklahoma. Da staunt man schon immer wieder, die meisten Kühe wissen ganz genau was jetzt los ist und tragen ihren Schmuck mit

Auf dem Heimweg

Dann geht’s los, mit einem Juchzer nehmen wir den dreistündigen Marsch unter die Füsse. Es ist ein schönes Gefühl, teil des Sennten zu sein, der Lohn für einen Sommer Arbeit. Wer das selber erlebt hat, kann diese Begeisterung verstehen. Viele bekannte und unbekannte Gesichter erblickt man am Strassenrand, alles geht gut und bei der letzten Anhöhe zum Stall werden die Kühe nochmal schneller um sich dann in der neuen Weide auf das Gras zu stürzen. Wie gesagt, sie wissen was los ist, sie sind wieder zu Hause.

 

Am Sonntag werden wir am Alpchäs- & Schabzigermärt in Elm unseren Käse verkaufen. Wer unseren jährigen Mettmen-Alpkäse mag, hat hier die letzte Gelegenheit noch welchen zu kaufen. Es hat natürlich noch mehr Älpler die feinen Alpkäse anbieten und man findet bestimmt einen darunter der einem mundet. Wir freuen uns auf euch!

 

Bis bald

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