Archives de la catégorie : Blog Alp Mettmen

05. Novembre 2012, par Franz

Verlasse isch itz z`Bärgli wieder

 

Liebe Blog-Leserinnen und -Leser

 

Nun ist es Zeit auf wiedersehen zu sagen- ihnen und der Alp.

Der Glarner Alpchäs- & Schabzigermärt in Elm war trotz des Regenwetters gut besucht und wir durften viel Käse zum probieren anbieten und auch verkaufen. Unseren Käse dieser Saison gibts weiterhin direkt bei uns. Er ist aber auch in der Grünen Kuh in Schwanden und der Milchzentrale Gössi in Glarus erhältlich. Zudem gibt Glarner Alpkäse von den vielen verschiedenen Glarner Alpen in Dorfläden unserer Region so wie in vielen Coopfilialen, wohin er via Glarona, unserer Alpkäsegenossenschaft vertrieben wird. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Abnehmer und Konsumenten!

Nach dem Chäsmärt hatten wir ein paar Tage Ferien, wo wir unter anderem Ottavia und ihre Eltern in Hospental besuchten. Wir bestaunten natürlich ihre Muttekuhherden und die zwei eindrücklichen Stiere. Da bei ihnen gerade Abkalbesaison war, sprangen viele kleine Kälber auf der Weide herum, es war wirklich schön anzusehen.                                                 

Holzvorräte für nächsten Sommer

Wieder zu Hause gab es noch viel zu erledigen,

die Zäune fertig ablegen, Hütte und Stall putzen,

einwintern, Holz für den nächsten Sommer

rüsten und natürlich die Käse pflegen.

 
Verlasse isch itz z`Bärgli wieder
einsam u läär steit  Hütte da 
dr Schnee u z Isch die lah sich nieder
bis de dr Föhn faht afa gah
                                aus einem Jodellied
 
Es war zu diesem Zeitpunkt noch schönstes Herbstwetter und ein prächtiges Nebelmeer konnte von Mettmen aus bestaunt werden.  Der Schnee liess aber nicht lange auf sich
Nebelmeer

warten, unten im Tal konnte er uns fürs erste nicht anhaben und so grasten auch unsere Tiere zufrieden in der Sonne mit Blick auf eine schneeweisse Mettmenalp.

    
Unterdessen ist auch Alexis wieder nach Hause gereist. Er blieb noch etwas länger um bei den letzten Alparbeiten zu helfen und Franz und Zita zu Unterstützen währen unseren Ferien.
Rückblickend war dieser Alp-Sommer trotz der Turbulenzen ein guter Sommer für uns: Das Wetter war uns gut gesinnt, wir hatten viel Milch und dadurch viel Käse, zahlreiche Touristen und ein gutes Team, was will man mehr.
 
Wir hoffen, euch haben unsere Berichte gefallen, ein wenig Älplerleben fühlen lassen und den Gluscht auf ein herzhaftes Stück Alpkäse, egal von wo, geweckt. Herzlichen Dank für euer Interesse und auf Wiedersehen.
 
Liebe Grüsse aus dem Glarnerland
Lisä und Franz 

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04. Octobre 2012, par Franz

Alpabfahrt

Grüezi mitänand!

Nun sind wir also wieder zu Hause und es ist höchste Zeit Euch zu berichten. Am Mittwoch der letzten Woche trieben wir auch die Mutterkühe mit ihren Kälbern ins Kies. Sie sollten anderntags in ihre Heimbetriebe transportiert werden, ebenso einige Rinder und Kühe. Auch mit den Mastkälbern machten wir uns am Donnerstag auf den steilen Weg ins Kies. Unten wartete bereits Franz Freuler sen. mit Traktor und Viehwagen auf sie. Das Aufladen verlief problemlos und auch This kletterte schnell auf den Kindersitz im Traktor und erklärte wie gerne er Traktor fahre mit dem Grossvater.

Wieder oben, „verpackten“ wir die Hühner und brachten sie zur Bahn. Dort kam wie auf Kommando unser Kater Mickey spaziert und durfte gleich mit. Auch die Buben reisten schon ins Tal und blieben bis am Samstag bei den Grosseltern.

Die Tschäppel sind fertig

 

Jetzt war also alles leer in Mettmen… ein seltsames Gefühl. Zum Glück geht es bald nach Hause.

Am Freitag wurden der grösste Teil der Rinder nach Hause gebracht, Mannesach. Und die Blumen für unsere Kühe mussten gebunden werden, Frauesach. Aber wir bekamen Verstärkung von fleissigen Helfern, zur grossen Überraschung tauchte auch Barbara in Mettmen auf, sie bekam kurzfristig frei.  Bis zum Abend waren dann alle Vorbereitungen getroffen, alle Arbeit erledigt und wir haben am letzten Abend alle zusammen ein Raclette genossen. Das gemütliche Zusammensein war der schöne Abschluss eines guten Alpsommers und die Vorfreude auf die Alpabfahrt.

 

Äs Chränzli für d`Mirta

Am Samstagmorgen wurde den Kühen die Weidschellen abgenommen und grosse Schellen umgeschnallt. Die stärksten unter ihnen, die Chefinnen, erhielten eine sogenannte Vorschelle und einen Tschäppel, wie unser Blumenschmuck genannt wird. Unsere Mirta, eine Original Braune, sollte dieses Jahr altershalber nicht mehr zu diesen gehören, es wäre etwas gar streng für sie. Ein wenig beleidigt schaut sie zur Vorschellen Gruppe hinüber und scheint sich dann richtig über das kleine Kränzli zu freuen, welches sie umgebunden bekommt. Auch die andern Kühe lassen sich die Tschäppel ruhig anbinden, sogar unsere scheue Polly hält still, wer hätte das gedacht. Nur Fiona behagen die Blumen gar nicht und probiert sie abzustreifen. Naja, das heisst, wieder ausziehen, dann bekommt ihn halt die Oklahoma. Da staunt man schon immer wieder, die meisten Kühe wissen ganz genau was jetzt los ist und tragen ihren Schmuck mit

Auf dem Heimweg

Dann geht’s los, mit einem Juchzer nehmen wir den dreistündigen Marsch unter die Füsse. Es ist ein schönes Gefühl, teil des Sennten zu sein, der Lohn für einen Sommer Arbeit. Wer das selber erlebt hat, kann diese Begeisterung verstehen. Viele bekannte und unbekannte Gesichter erblickt man am Strassenrand, alles geht gut und bei der letzten Anhöhe zum Stall werden die Kühe nochmal schneller um sich dann in der neuen Weide auf das Gras zu stürzen. Wie gesagt, sie wissen was los ist, sie sind wieder zu Hause.

 

Am Sonntag werden wir am Alpchäs- & Schabzigermärt in Elm unseren Käse verkaufen. Wer unseren jährigen Mettmen-Alpkäse mag, hat hier die letzte Gelegenheit noch welchen zu kaufen. Es hat natürlich noch mehr Älpler die feinen Alpkäse anbieten und man findet bestimmt einen darunter der einem mundet. Wir freuen uns auf euch!

 

Bis bald

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23. Septembre 2012, par Franz

Mettmen-Kies mit den Rindern

Liebe Blogleser

 

Etwas mehr als zwei Stunden dauerte es am Samstag, bis wir mit den 94 Rinder unten im Kies ankamen. Glücklicherweise ging alles gut, denn das ist nicht selbsverständlich. Der Weg ist steil und steinig und die Rangeleien und Machtkämpfe werden überall ausgetragen, auch an den gefährlichsten Stellen. Da heisst es ruhig bleiben, schlichten und manchmal Augen zu und durch. Eines machte einen Misstritt, ein Stein löste sich und das Rind fiel über den Weg hinaus. Ich sah es schon auf dem Rücken aufprallen, doch wie

Unten angekommen

durch ein Wunder konnte es sich abdrehen und mit einem Riesensprung in den unteren Weg retten…. Wieder einmal Glück gehabt. Wir waren also froh, als alle heil unten angekommen waren und sich mit einem Riesenappetit ins frische Gras stürzten.

 
Jetzt ist es still geworden in Mettmen, nur die Mutterkühe sind noch hier. Mit dem Käsen haben wir jetzt aufgehört und können uns ganz auf das einwintern der Alp konzentrieren. Es gibt noch viel abzuzäunen, die Kuhfladen müssen verteilt, Jauche ausgebracht und Holz für den nächsten Sommer geschlagen werden. Und auch der Käse im Keller wollen gepflegt sein.
 
Am Samstag werden wir dann mit den Tieren nach Glarus laufen. Da heisst es Schellen parat machen und Blumen binden für eine würdige Alpabfahrt, es war schliesslich ein guter Sommer!
 
Liebe Grüsse von Mettmen

 

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22. Septembre 2012, par Franz

Wieder im Kies

Grüezi mitenand

Einige Zeit ist vergangen seit unserem letzten Blog, das Wetter hat uns ziemlich auf Trab gehalten. Hatte es doch letzte Woche bis auf 1400 m.ü.M. Schnee. Also hiess es zum

Schnee in Mettmen

zweiten Mal die Rinder von der hinteren Matt an einen sicheren Ort bringen. Da wir nicht beabsichtigten, nochmals hinaufzuziehen, trieben wir sie bis in den Oberstafel. Der Schnee verging wieder rasch und herrliches Spätsommerwetter folgte. Heute treiben wir nun die Rinder hinunter ins Kies, das bedeutet dass der Alpsommer bald zu Ende ist. Das garstige Wetter heute bestätigt dieses Gefühl, trotzdem macht sich eine leichte Wehmut breit…

Nachdem wir Anfangs September  nochmals die Milch unserer Kühe gewogen hatten (dies geschieht durch den Milchwäger der auch von jeder Kuh eine Milchprobe mitnimmt), haben wir nochmals 13 Kühe, welche den 7. Trächtigkeitsmonat überschritten haben, trockengestellt. Die Kühe sind jetzt alle im Kies und es ist recht lehr in Mettmen, wo wir ja bis zuletzt wohnen.  Von den 49 Kühen sind jetzt bloss mehr 12 zu melken. Die ersten fünf Kühe sind auch schon via Viehanhänger auf den Heimbetrieb zurückgekehrt da der Abkalbe-Termin näher rückte. Unsere Kuh Perth hatte es besonders eilig, durch das hinunterlaufen von Mettmen ins Kies (550 Höhenmeter mit Kälberbauch) wurde die Geburt angeregt, so dass sie zwei Stunden nach ihrer Ankunft in Glarus ein gesundes Kälbchen zur Welt brachte.

Blick nach Oberstafel am Abend

Wir konnten jetzt im Herbst nochmals viele Laibe Alpkäse herstellen. Zudem haben wir noch Pfeffer-, Schnittlauch- und Knoblauchmutschli  produziert. Diese werden dann am 7. Oktober am Glarner Alpchäs- und Schabzigermärt in Elm zusammen mit unserem Alpkäse verkauft. Wenn Ihr dieses Datum noch frei habt, kommt uns besuchen. Es gibt viele Glarner Alpkäse zum degustieren, währschafte Älplerkost, Ländlermusik und einen schönen Alpabzug. Wir freuen uns auf Euch!

Bis bald euer Mettmen-Team

 

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02. Septembre 2012, par Franz

Wetterkapriolen

Liebe Leute

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns, wir haben also einiges zu berichten. Am  Montag reiste Ottavia nach Bern zur Aufnahmeprüfung für die Hebammen-Schule. Während ihrem kurzen Aufenthalt im Tal blockierte sich ihr seit mehreren Wochen immer wieder schmerzendes Knie. Nun muss Sie morgen ins Spital zur Miniskus –Operation nach Altdorf. Danach heisst es für Sie sechs Wochen Krücken…. Der Alpsommer nahm ein abruptes Ende für Sie. Wir wünschen dir Ottavia alles Gute für die Operation und schnelle Genesung, damit du uns bald besuchen kannst.

Seit längerem machte uns auch die Wettervorhersage für letzten Freitag/Samstag Sorgen. Die Höchsttemperaturen von 14-16°C bedeutetem Schneefall auf ca. 1700 Höhenmetern. Die Rinder und Mutterkühe mussten am Donnerstag von ihren Weiden auf 2200 m.ü.M. auf die nächsttieferen Weiden  (Hübschböden) heruntergeholt werden. Obschon dies ein sehr anstrengendes Unterfangen ist, klappte alles sehr gut.

Schnee auf der Rinderweide

Danach begann das grosse Warten auf den Schnee und die Hoffnung, dass es nicht allzu weit herunterschneit. Die Prognosen meldeten nämlich plötzlich bis auf 1500 Höhenmeter Schnee… Schlussendlich hatten wir Schnee bis auf ca. 1800 m.ü.M. , dank des Regens gestern Nachmittag und der Sonne heute Morgen entschärfte sich die Lage rasch. Wir und auch die Tiere genossen heute die wärmenden Sonnenstunden sichtlich.

Am Freitag durfte Lisä an der Abschlussfeier in Bern ihr Diplom als Bäuerin mit eidgenössischem Fachausweis entgegen nehmen. Wegen der Schneeprognosen konnte ich leider nicht dabei sein und so reiste sie mit Mutter, Schwiegermutter und Gotte nach Bern.

Wo Liebe hinfällt

Zwischen all den Strapazen verabschiedeten wir am Samstag noch Barbara, für Sie beginnt am Montag wieder der Arbeitsalltag auf der Post. Wir danken dir Bärble für deine geleistete Arbeit, es war schön und lustig mit dir.

Nun sind wir gleich zwei Arbeitskräfte weniger, gut ist die strengste Zeit vorbei. Zum Glück haben wir in Alexis einen guten Rinderhirten gefunden der uns tatkräftig unterstützt. So können wir auch den September beruhigt in Angriff nehmen.

 

Wir wünschen euch eine schöne Zeit und senden Älplergrüsse von Mettmen

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