27. Septembre 2012, par Nadja

Fast wie Ferien…

Liebe Leserinnen und Leser

 

Der kalte Wind bläst uns durch die Haare und die Ruhe ist fast gespenstisch.

Immer noch sind Simon und ich auf Alp Site und geniessen die letzte Zeit in vollen Zügen. Wir fühlen uns schon fast wie in den Ferien. Das Aufstehen richtet sich nach dem Wetter und unserer Laune – purer Luxus!

 

Geschafft!

Die letzten Tage haben wir hauptsächlich mit Holzfräsen und -auftischen verbracht. Immer wieder staune ich im Herbst, wie viel Holz in einem Sommer verbraucht wird. Doch jetzt ist der grosse « Holzchrome » wieder voll und wir sind froh, ist diese anstrengende Arbeit vollbracht.

 

Ein grosser Teil der Alpkäse liegt noch im Keller. Daher heisst es morgens immer noch: ab in den Käsekeller… Der Sommer war sehr ergiebig, die letzten Jahre wurde nie soviel Milch verarbeitet wie diese Saison. 167’000kg Milch ergaben 923 Stk. Alpkäse, 108 Raclette-Käse und rund 1’000 Stk. Mutschli. Auch beim Ziger, der Butter und den Joghurts erreichten wir Rekordmengen für diesen Betrieb. Das ist auf gutes Gras, gutes Wetter und gute Kühe zurückzuführen.

 

Gestern war ein weiterer wichtiger Tag. Die Experten taxierten den Berner Alpkäse AOC. Wir freuen uns sehr, dass wir 20 Punkte und somit das Maximum erreicht haben. Massgebend für die Bewertung sind: Lochung, Teig, Geschmack und Äusseres. Daher braucht es nicht nur ausgezeichnete Milchqualität und Sachverstand vom Käser, sondern auch gute Arbeit im Käsekeller. Es ist ein unglaublich schönes und befriedigendes Gefühl, wenn die Arbeit vom Sommer mit einer guten Note bewertet wird.

 

Noch sind 26 Tiere (Galtkühe, Rinder und Kälber) hier und geniessen das schöne Wetter und das Faulenzen im Zimmerboden. Täglich schauen wir nach den verbliebenen Ladies.

 

Auch Schnüfi (Mama) und Millie (Baby Nr. 1) sind noch hier. Sie kuscheln sich jeweils am Abend zu uns aufs Sofa und schlafen friedlich…

 

So, das waren die letzten News. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern, Freunden und Bekannten einen schönen Winter und hoffen, Sie vielleicht im nächsten Sommer wieder auf der Site Alp begrüssen zu dürfen.

 

Herzliche Grüsse

Nadja

 

 

 

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23. Septembre 2012, par Franz

Mettmen-Kies mit den Rindern

Liebe Blogleser

 

Etwas mehr als zwei Stunden dauerte es am Samstag, bis wir mit den 94 Rinder unten im Kies ankamen. Glücklicherweise ging alles gut, denn das ist nicht selbsverständlich. Der Weg ist steil und steinig und die Rangeleien und Machtkämpfe werden überall ausgetragen, auch an den gefährlichsten Stellen. Da heisst es ruhig bleiben, schlichten und manchmal Augen zu und durch. Eines machte einen Misstritt, ein Stein löste sich und das Rind fiel über den Weg hinaus. Ich sah es schon auf dem Rücken aufprallen, doch wie

Unten angekommen

durch ein Wunder konnte es sich abdrehen und mit einem Riesensprung in den unteren Weg retten…. Wieder einmal Glück gehabt. Wir waren also froh, als alle heil unten angekommen waren und sich mit einem Riesenappetit ins frische Gras stürzten.

 
Jetzt ist es still geworden in Mettmen, nur die Mutterkühe sind noch hier. Mit dem Käsen haben wir jetzt aufgehört und können uns ganz auf das einwintern der Alp konzentrieren. Es gibt noch viel abzuzäunen, die Kuhfladen müssen verteilt, Jauche ausgebracht und Holz für den nächsten Sommer geschlagen werden. Und auch der Käse im Keller wollen gepflegt sein.
 
Am Samstag werden wir dann mit den Tieren nach Glarus laufen. Da heisst es Schellen parat machen und Blumen binden für eine würdige Alpabfahrt, es war schliesslich ein guter Sommer!
 
Liebe Grüsse von Mettmen

 

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23. Septembre 2012, par Anne

Alles hat ein Ende

Liebe Leserinnen und Leser

 

Auch der längste Alpsommer ist irgendwann vorbei – nächste Woche fahren wir ab.

 

Endlich, denkt ein Teil in mir, denn die Kräfte sind verbraucht und die Erschöpfung gross, während ein anderer Teil in mir mit Wehmut und Abschiedsschmerz beim Verrichten vieler Dinge denkt, das machst Du nun zum vorletzen Mal. So ist das eben, wenn einem etwas ans Herz gewachsen ist.

 

Der Käsekeller ist rappelvoll. Die ersten Käselaibe sind schon ins Tal gezügelt worden, damit ich oben überhaupt noch weitere verstauen konnte. Die Tiefkühltruhen sind mit Butter gefüllt, der Vorrat sollte bis zum nächsten Sommer reichen.  Die Tiere sind dick und rund gefressen, Rinder und Kälber ein grosses Stück gewachsen. In all dem steckt der diesjährige Alpsommer, der so schnell vergangen ist, dass ich mich manchmal frage, wo die Wochen geblieben sind.

 

Abfahrt von Lidernen

Vergangenen Mittwoch haben Markus und ich die Rinder von der Alp Lidernen geholt. Die Tiere müssen einen längeren steilen Abstieg bewältigen und schon im letzten Jahr hat es mich erstaunt, wie gut sie das schaffen. Aber so ein Alpsommer trainiert die Tiere, sie sind es gewohnt, sich im steilen und ausgesetzten Gelände zu bewegen. Der Rückmarsch zur Rotmatt dauerte etwa zweieinhalb Stunden und kostete uns wahrscheinlich mehr Kraft als die Tiere. Diese haben nämlich nur eins im Kopf – Gras – und fragen nicht danach, wem die Weide gehört, von der sie fressen. Sie davon abzuhalten, unterwegs fremdes Gras zu fressen, war also das Eine, sie dazu zu bringen, vorwärts zu machen, das Andere. Ich lockte sie vorn und Markus trieb sie von hinten und so ging es Kilometer für Kilometer abwärts. Und dann sind Rinder ja so neugierig… andere Kühe, Ziegen, Ställe, Autos, all das interessiert sie mehr als die beiden komischen Typen, die laut rufen und mit Stöcken herumfuchteln. Als wir am frühen Abend auf der Rotmatt ankamen, waren Rinder und Menschen froh, den Weg geschafft zu haben.

 

Nun weiden 26 Kühe, 10 Rinder und 5 Kälber auf den Hängen der Rotmatt und für so viele Tiere reicht das wenige Gras, was noch da ist, nicht sehr lange. Darum heißt es nächste Woche abfahren und Ende Alpsommer. Doch die Geschichten von der Rotmatt sind damit noch nicht zu Ende, im Gegenteil, ich hoffe, endlich wieder mehr Zeit zum Schreiben zu haben. Denn die Käsegeschichte steht ja noch aus…

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen herzlich

 

Anne Weber

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22. Septembre 2012, par Franz

Wieder im Kies

Grüezi mitenand

Einige Zeit ist vergangen seit unserem letzten Blog, das Wetter hat uns ziemlich auf Trab gehalten. Hatte es doch letzte Woche bis auf 1400 m.ü.M. Schnee. Also hiess es zum

Schnee in Mettmen

zweiten Mal die Rinder von der hinteren Matt an einen sicheren Ort bringen. Da wir nicht beabsichtigten, nochmals hinaufzuziehen, trieben wir sie bis in den Oberstafel. Der Schnee verging wieder rasch und herrliches Spätsommerwetter folgte. Heute treiben wir nun die Rinder hinunter ins Kies, das bedeutet dass der Alpsommer bald zu Ende ist. Das garstige Wetter heute bestätigt dieses Gefühl, trotzdem macht sich eine leichte Wehmut breit…

Nachdem wir Anfangs September  nochmals die Milch unserer Kühe gewogen hatten (dies geschieht durch den Milchwäger der auch von jeder Kuh eine Milchprobe mitnimmt), haben wir nochmals 13 Kühe, welche den 7. Trächtigkeitsmonat überschritten haben, trockengestellt. Die Kühe sind jetzt alle im Kies und es ist recht lehr in Mettmen, wo wir ja bis zuletzt wohnen.  Von den 49 Kühen sind jetzt bloss mehr 12 zu melken. Die ersten fünf Kühe sind auch schon via Viehanhänger auf den Heimbetrieb zurückgekehrt da der Abkalbe-Termin näher rückte. Unsere Kuh Perth hatte es besonders eilig, durch das hinunterlaufen von Mettmen ins Kies (550 Höhenmeter mit Kälberbauch) wurde die Geburt angeregt, so dass sie zwei Stunden nach ihrer Ankunft in Glarus ein gesundes Kälbchen zur Welt brachte.

Blick nach Oberstafel am Abend

Wir konnten jetzt im Herbst nochmals viele Laibe Alpkäse herstellen. Zudem haben wir noch Pfeffer-, Schnittlauch- und Knoblauchmutschli  produziert. Diese werden dann am 7. Oktober am Glarner Alpchäs- und Schabzigermärt in Elm zusammen mit unserem Alpkäse verkauft. Wenn Ihr dieses Datum noch frei habt, kommt uns besuchen. Es gibt viele Glarner Alpkäse zum degustieren, währschafte Älplerkost, Ländlermusik und einen schönen Alpabzug. Wir freuen uns auf Euch!

Bis bald euer Mettmen-Team

 

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19. Septembre 2012, par Mélanie

La désalpe de L’Etivaz

Bonjour à tous,

 

Le 29 septembre 2012 dès 9h à L’Etivaz. Il y a la désalpe :-)

 

Venez voir les passages des troupeaux décorés avec soin et visiter les nouvelles caves à fromages avec un guide.

 

Nombreuses animations vous attendent.

 

Alors n’hésitez pas, venez à L’Etivaz :-)

 

Belle journée à tous

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